Richtig eingesetzt liefern psychometrische Testverfahren Ergebnisse, die sowohl valide als auch objektiv sind und sich damit für die Personalauswahl und die Personalentwicklung eignen. Voraussetzung dafür ist, dass die eingesetzten Tests auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelt wurden – mit besonderem Augenmerk darauf, wer sie einsetzt und wofür sie bestimmt sind.
Fairness
Faire Testverfahren zu entwickeln ist eine kontinuierliche Aufgabe. Die Fragen und Skalen dürfen keine unbeabsichtigten Verzerrungen (Bias) enthalten, zum Beispiel in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, ethnische Gruppe, Bildungsniveau usw. Auch die Normen müssen laufend aktualisiert werden. Das ist ein Teil der Arbeit, die bei Master „hinter den Kulissen“ geleistet wird.
Master investiert außerdem viel in die Schulung der Personen, die unsere Tests einsetzen. Unserer Erfahrung nach führt dies zu einer besseren Erfahrung für Testteilnehmende und zu einer besseren Nutzung der Testergebnisse.
Wenn Sie zum Beispiel mit Lösungen von Master getestet werden, haben Sie immer Anspruch auf eine Rückmeldung, die Ihr Ergebnis erläutert. Dies kann ein Bericht und/oder ein persönliches Feedbackgespräch sein. Außerdem sollte Ihnen der Name der zertifizierten Person mitgeteilt worden sein, die Sie getestet hat, damit Sie sich bei Fragen zum Testverfahren an diese Person wenden können.
Wenn Sie Bedenken haben, wie Sie oder andere im Zusammenhang mit einem Testverfahren von Master behandelt wurden, wenden Sie sich bitte an Ihr lokales Master-Länderbüro.
Besondere Bedürfnisse
Als Testanbieter setzt sich Master für eine faire und gleiche Behandlung aller Personen ein, die an unseren Testverfahren teilnehmen.
Wenn Sie eine Erkrankung oder Beeinträchtigung haben, die sich Ihrer Meinung nach auf das Testverfahren auswirken könnte, liegt es in Ihrem eigenen Interesse, den Arbeitgeber so früh wie möglich darüber zu informieren. Wenn Sie zum Beispiel zu einem Test eingeladen wurden und eine Beeinträchtigung Ihre Leistung bei einer der Aufgaben beeinflussen könnte, besprechen Sie dies mit dem Arbeitgeber, bevor Sie mit der Beantwortung des Tests beginnen.
Wenn Sie besondere Anforderungen haben, ist es am besten, diese im Voraus anzusprechen. Der Arbeitgeber kann dann angemessene Anpassungen vornehmen, damit Sie Ihre tatsächlichen Fähigkeiten zeigen können. Wenn Sie warten, bis der Tag des Testverfahrens gekommen ist, sind die Anpassungen, die dann noch möglich sind, wahrscheinlich eingeschränkter.
Legasthenie
Wenn Sie Legasthenie haben, hängt die richtige Anpassung davon ab, wie stark Ihr Lesen beeinträchtigt ist und welche Hilfsmittel Ihnen zur Verfügung stehen.
Fähigkeitstests: Master bietet eine nonverbale Version der Tests an, die für Menschen mit Legasthenie hilfreich sein kann. Achten Sie darauf, dass Ihnen die nonverbale Version angeboten wird, die kein Lesen erfordert.
Persönlichkeitstests: Viele Testteilnehmende mit Legasthenie können den Test ohne Hilfe bearbeiten, solange sie sicher sind, dass sie verstehen, was sie lesen. Es muss nichts geschrieben werden, aber es ist wichtig, dass Sie die Fragen sicher lesen können.
Eine gute Möglichkeit herauszufinden, ob sich Ihre Legasthenie auf das Ergebnis auswirken könnte, ist es, vor Beginn 2–3 Beispielfragen zu lesen. Wenn Sie diese ohne Schwierigkeiten lesen können, können Sie den Test selbstständig bearbeiten. Wenn Sie unsicher sind oder Unterstützung benötigen, können Sie um eine Vorleserin oder einen Vorleser bitten – also eine Person, die Ihnen die Fragen neutral vorliest, ohne deren Bedeutung oder Ihre Antworten zu kommentieren.